Oldtimer-Werkstatt nahe Chemnitz
Unsere Fahrzeuge

In unserer Werkstatt in Altmittweida sind zahlreiche nostalgische Schätze zu Hause. Ob schneidige Gangsterlimousine oder fliegendes Sofa – bei uns begegnen Ihnen die Klassiker der Oldtimer-Szene.

Citroën ID20 Break – die Göttin

technische Daten

  • Hubraum: 1.972 cm³ (72 kW)
  • Erstzulassung: 19.06.1974
  • Kilometerstand: ca. 47.000 km
  • Farbe: blau (Dach: weiß)
  • sehr guter, restaurierter Zustand, technisch einwandfrei
.


Wissenswertes

Am 5. Oktober 1955 sollen bei der Vorstellung dieses Modells auf dem Pariser Autosalon bereits am ersten Abend mehr als 12.000 Bestellungen eingegangen sein. Die DS-Baureihe löste die innerhalb von 23 Jahren kaum veränderten Modelle der Baureihe "Traction Avant" ab. Revolutionäre Technik und innovatives Design unterschieden das Modell nicht nur von seinen Vorgängern – auch zeitgenössische Konkurrenzprodukte stellte das Fahrzeug in den Schatten. Im Verlauf der langen Bauzeit wurden die Modelle DS 19, DS 20, DS 21, DS 21 ie, DS 23, DS 23 ie, ID 19, ID 20, DSpécial, DSuper und DSuper5 auf den Markt gebracht.

Der zweistellige Zahlencode in der Modellbezeichnung gibt Auskunft über den (ungefähren) jeweiligen Hubraum des Motors in 100 cm³ – die DS 19 verfügte beispielsweise über 1,9 Liter Hubraum. Das Kürzel "ie" weist bei den Modellen DS 21 ie und DS 23 ie auf den Einsatz der elektronischen Bosch-Einspritzanlage (D-Jetronic) hin.

Die DS-Serie war ab Werk als viertürige Limousine (Berline) und in diversen fünftürigen Kombiversionen erhältlich: Die Modelle Break, Familiale und Commerciale unterscheiden sich vor allem in der Zahl und Anordnung der Rücksitze. Die Kombis der Reihe verfügten über einen oberen und einen unteren Heckklappenteil. Damit das Fahrzeug auch bei heruntergeklapptem Unterteil der Heckklappe identifiziert werden konnte, mussten am hinteren Fahrzeugteil zwei Kennzeichen angebracht werden.

In geringer Zahl wurde auch ein zweitüriges Werkscabriolet produziert. Dazu gesellten sich nach und nach einige Sonderversionen. So waren die Limousinen der DS-Modelle ab 1964 auch als Luxusversion unter der Modellbezeichnung "Pallas" erhältlich.

Die erste DS konnte eine Spitzengeschwindigkeit von 140 km/h erreichen – für damalige Verhältnisse ein enorm hoher Wert. Das Modell verfügte über 1.911 cm³ Hubraum und 75 PS (ca. 55 kW) Leistung. Spätere Spitzenmodelle erreichten Geschwindigkeiten von bis zu 185 km/h.

Besonders außergewöhnlich für die damalige Zeit waren die hydropneumatische Federung des Fahrzeugs, das halbautomatische Getriebe und die innenliegenden Scheibenbremsen vorn. Eine Zentralhydraulik versorgte die Zweikreisbremsanlage mit lastabhängiger Hochdruck-Servounterstützung mit Druck. Als einer der ersten serienmäßig gefertigten Wagen wurde die DS mit von Michelin entwickelten Gürtelreifen ausgerüstet. Die Aufhängung der Vorderräder war so konzipiert, dass ein Lenkrollradius von 0 (= Mittenachslenkung) den Einfluss von Störkräften auf die Lenkung verhinderte. Charakteristisch für die Optik der DS war das einspeichige Lenkrad, das bei einem Aufprall ein "Aufspießen" des Fahrers vermeiden sollte.

Im Jahr 1967 wurde das Frontdesign überarbeitet. Ab diesem Zeitpunkt verfügten die D-Modelle über Doppelscheinwerfer hinter einer Glasfront. Teurere Modelle mit Kurvenlicht waren in der Lage, die Fernscheinwerfer synchron zum Lenkeinschlag zu schwenken und die Fahrbahnkurve so voll auszuleuchten.

15CV Six – Die Gangsterlimousine

technische Daten

  • Fahrzeugtyp: Citroën 15 Six H
  • Erstzulassung: 15.11.1954
  • Hubraum: 2.867 cm³
  • 6 Zylinder Reihenmotor mit 80 PS
  • Limousine, 4-türig
  • Fahrzeug wurde in unserer Werkstatt aufwendig restauriert (Zustand 2)
.

Wissenswertes

Der Traction Avant (= französisch für Vorderradantrieb) zählt zu den ersten Wagen mit selbsttragender Karosserie. Gegenüber seiner Konkurrenz punktete er mit geringerem Gewicht und einem tiefer liegenden Schwerpunkt. Der hinter dem Getriebe und vor der Vorderachse eingebaute Motor sichert eine ideale Lastenverteilung.

Die Höchstgeschwindigkeit des Fahrzeugs beträgt 103 km/h. Mit den einzeln an doppelten Querlenkern und Drehstabfedern aufgehängten und angetriebenen Vorderrädern sowie einer starren Hinterachse, die an zwei Längslenkern mit Drehstabfedern und einem Panhardstab geführt wird, ließ sich eine für die damalige Zeit außergewöhnlich gute Straßenlage und ein hervorragender Fahrkomfort erreichen. Den Spitznamen "Gangster-Limousine" erhielt das Fahrzeug, weil es aufgrund seiner überdurchschnittlichen Fahreigenschaften besonders beliebt bei Verbrechern gewesen sein soll, die es berufsbedingt eilig hatten.

Im Jahr 1953 führte das Gerücht über die bevorstehende Einführung eines hochmodernen Nachfolgers für den Traction Avant zum spürbaren Absatzrückgang. Aus diesem Grund konnte der 15 CV ab 1954 als Modell 15/6H mit hydropneumatisch gefederter Hinterachse bestellt werden – unser Fahrzeug ist eines dieser Modelle.

Citroën C6 Cabriolet

technische Daten

  • Fahrzeugtyp: Citroën 6C F
  • Erstzulassung: 01.07.1929
  • Hubraum: 2.426 cm³
  • 6 Zylinder Reihenmotor mit 45 PS 
  • Cabriolet, 2-türig
  • Fahrzeug wurde in unserer Werkstatt aufwendig restauriert (Zustand 1)
.

Wissenswertes

Erstmals vorgestellt auf dem Pariser Salon im Oktober 1928, ist der C6 der erste von Citroën hergestellte Sechszylinder. Das Fahrzeug verfügt über einen Reihenmotor mit 2.426 cm³ Hubraum und erreicht eine maximale Geschwindigkeit von 105 km/h.

Das Fahrzeug, das Sie in unserer Werkstatt finden, wurde in Deutschland (genauer: im Werk Köln-Poll) hergestellt. Die dort gefertigten Fahrzeuge unterscheiden sich durch eine Spezialkarosserie mit Holz-Innenaufbau und vier Sitzplätze vom französischen Modell mit Ganzstahlkarosserie und 2 Sitzplätzen.

Citroën C4

technische Daten

  • Fahrzeugtyp: Citroën AC 4
  • Erstzulassung: 01.07.1929
  • Hubraum: 1.628 cm³
  • 4 Zylinder Reihenmotor mit 22kW
  • Limousine, 4-türig
  • Fahrzeug wurde in unserer Werkstatt aufwendig restauriert (Zustand 2+)
.

Wissenswertes

Der Citroen C4 wurde im Oktober 1928 auf dem Automobilsalon in Paris vorgestellt und in der Zeit von 1928 bis 1932 produziert. Das Modell verfügt über einen Reihenmotor mit vier Zylindern und 1.628 cm³ Hubraum. Die maximale Geschwindigkeit beträgt 90 km/h. Der Vorgänger des C4 war der Citroën Typ B, sein Nachfolger der Citroën Rosalie.

Citroën C6

technische Daten

  • Fahrzeugtyp: Citroën 6C F
  • Erstzulassung: 1928
  • Hubraum: 2.442 cm³
  • 6 Zylinder Reihenmotor mit 45 PS
  • Fahrzeug wurde in unserer Werkstatt aufwendig restauriert (Zustand 2+)
.

Wisseswertes

Der Citroën C6 ist das erste Fahrzeug des französischen Herstellers mit Sechszylindermotor und wurde erstmals im Oktober 1928 auf dem Pariser Salon vorgestellt. Das Fahrzeug besitzt einen Hubraum von 2.442 cm³ und verfügt über 45 PS (33 kW). Das Konzept des C6 basiert auf dem Citroën C4, der aber lediglich mit einem Vierzylindermotor ausgestattet war. Auch im Design unterschied sich der C6 vom C4: Eine längere Motorhaube und der hinten angebrachte Tank waren die am deutlichsten sichtbaren Unterschiede. Aber auch mit einer längeren und höheren Silhouette hob sich der C6 von seinem Vorgänger ab. Zielgruppe des Fahrzeugs war eine wohlhabendere Klientel. Das Fahrzeug war in elf unterschiedlichen Karosserievarianten erhältlich, darunter fünf offene und sechs geschlossene Modelle.

Ein ganz besonderer Citroën C6 wurde im Jahr 1930 an Papst Pius XI durch die italienische Tochtergesellschaft des Fahrzeugherstellers übergeben. Mit einem weiteren, mit Raupe ausgestattetem C6 bestritt die Gruppe "China" von André Citroën von April 1931 bis März 1932 die Gelbe Kreuzfahrt, eine Expedition mit Halbkettenfahrzeugen.

Weil der C6 nicht den erhofften Erfolg hatte, wurde er (zusammen mit dem C4) durch ein weiterentwickeltes Modell – den Citroën Rosalie – ersetzt. Insgesamt wurde der C6 61.280 Mal produziert.

Lincoln Continental MARK V

technische Daten

  • Fahrzeugtyp: Lincoln Continental Mark V
  • Erstzulassung: 1960
  • V8 Motor mit 7.000 cm³ Hubraum
    und 372 PS
  • Hergestellte Stückzahl: 6.604
  • Zustand lt. Gutachten (2014): Note 2
.

Wissenswertes

Unter dem Namen "Lincoln Mark Series" sind verschiedene exklusive Luxusfahrzeuge zusammengefasst, die in der Zeit von 1956 bis 1960 und 1969 bis 1998 vom amerikanischen Automobilhersteller Ford produziert wurden. In der Modellhierarchie waren die Fahrzeuge oberhalb der jeweiligen Lincoln-Modelle angesiedelt. In den meisten Fällen waren Fahrzeuge dieser Serie die teuersten Personenwagen der Ford Motor Company.

Das Fahrzeug, das sich in unserer Obhut befindet – der Continental Mark V – ist das letzte Modell der Luxusmarke Continental, die bis Mitte der 60er-Jahre Teil des Ford-Konzerns war. Das Modell war der Nachfolger des im Vorjahr erschienenen Continental Mark IV und markiert den Endpunkt gemeinsamer Entwürfe von Lincoln und Continental im Jahr 1958.

Trotz seiner technischen Nähe zum Lincoln ("Badge-Engineering") war der Continental als Modell einer eigenständigen Marke konzipiert – ganz ähnlich wie der Imperial von Chrysler. Von der Bevölkerung wurden beide Modelle aber nicht als eigenständige Fahrzeugmarke wahrgenommen. Durch die Aufgabe der Marke noch während des laufenden Geschäftsjahres löste sich dieses Problem aber von selbst.

Achtung, Verwechslungsgefahr: Der Continental Mark V hat Ähnlichkeit mit dem Personal Luxury Car Continental Mark V. Dabei handelt es sich aber um zwei absolut unterschiedliche Fahrzeugmodelle.

Packard Eight

technische Daten

  • Fahrzeugtyp: Packard Eight
  • Erstzulassung: 1927
  • Hubraum: 6.300 cm³
  • 8 Zylinder Reihenmotor mit 109 PS
  • Zustand: Note 2
.

Wissenswertes

Der Packard Eight ist die stark überarbeitete Weiterentwicklung des 1924 erschienenen Modells "Single Eight". Ebenso wie sein Vorgänger verfügt der Packard Eight über einen Reihenachtzylindermotor mit seitlich stehenden Ventilen,  5.863 cm³ Hubraum (Bohrung x Hub = 85,7 mm x 127 mm) und einer Leistung von 85 bhp (62,5 kW) bei 3.000 min-1. Die Weiterleitung der Motorkraft an die Hinterräder erfolgt über eine Mehrscheibenkupplung und ein Dreiganggetriebe. Auf alle vier Räder wirken mechanische Bremsen. Eine besondere Neuerung gegenüber dem Single Eight ist die Zentralchassisschmierung "System Bijjur".

Die Fahrgestelle mit einem Radstand von 3.454 mm (Modell 236) und 3.632 mm (Modell 243) wurden ebenfalls übernommen. Beide Fahrgestelle waren mit verschiedenen geschlossenen und offenen Ausbauten für drei bis sieben Passagiere erhältlich.

Im Jahr 1927 erhielt der Motor des Packard Eight eine gründliche Überarbeitung. Mit einem Aluminiumkolben und einem neuen Zylinderkopf wurde eine bessere Verwirbelung der Verbrennungsgase erzielt. Die Größe der Zylinderbohrung wurde auf 88,9 mm erhöht, um den Hubraum so auf 6.306 cm³ zu vergrößern. So stieg die Leistung des Packard Eight auf 109 bhp (80 kW).

Citroën DS 23 Cabrio

Wissenswertes

Die Modelle Citroën DS Cabriolet Usine und Citroën ID Cabriolet Usine sind die Cabrio-Versionen des Citroën DS und ID, die vom französischen Karosseriehersteller Henri Chapron in der Zeit von 1960 bis 1971 gefertigt wurden. Vertrieben wurden die Fahrzeuge offiziell über das Händlernetz von Citroën.

Im deutschsprachigen Raum trugen die Modelle die Bezeichnung "Werkscabriolet". Anders als weitere Cabriolet-Modelle der DS-/ID-Reihe, führten sie den Namen "Chapron" nämlich nicht im Namen mit. Heute zählen die Cabriolets zu den meistgesuchten und besonders hochpreisigen Klassikern der Oldtimer-Szene.

Citroën SM - das fliegende Sofa

Wissenswertes

Der Citroën SM ist ein Sportcoupé der Oberklasse aus dem Hause des französischen Autoherstellers. Es wurde von Juli 1970 bis 1975 gefertigt und erstmals im März 1970 auf dem Genfer Auto-Salon präsentiert. Die charakteristische Karosserie wurde (wie auch die Modelle GS und CX) von Robert Opron gestaltet. Heute git der Citroën SM als Stil-Ikone der Oldtimer-Szene.

Das Fahrzeug verfügt über einen Sechszylinder-V-Motor von Maserati, da das Unternehmen zu dieser Zeit zu 60 Prozent zu Citroën gehörte. Der SM war in verschiedenen Hubraumvarianten erhältlich: 2,7 Liter mit 154, 170 oder 178 PS (113, 125 oder 131 kW) und 3,0 Liter mit 180 PS (132 kW). Eine Spitzengeschwindigkeit von über 220 km/h machten das Fahrzeug lange Zeit zum schnellsten frontgetriebenen Serienfahrzeug. Aufgrund seiner hohen Masse waren die maximalen Beschleunigungswerte allerdings vergleichsweise schlecht.

Das französische Steuergesetz veranlasste Citroën zum Bau einer entschärften Variante mit geringerem Kraftstoffverbrauch. Schon im Jahr 1970 verbrauchte der SM ebenso wenig wie andere Sechszylinder-Fahrzeuge vergleichbarer Stärke im Jahr 2006, was vor allem auf den Nutzen der windschnittigen Karosserie mit einem Luftwiderstandswert (cw) von 0,3 zurückzuführen ist.